Wasserkraft läßt die Turbinen rotieren
Die Wasserkraft wird zu den regenerativen Energiequellen gezählt und wird auch als Hydroenergie bezeichnet. Durch die Umwandlung von kinetischer Energie in Rotationsenergie kann in entsprechenden Kraftwerken Strom erzeugt werden. Das Prinzip ähnelt jenem einer Mühle mit dem Unterschied, dass die Energie hier nicht direkt genutzt, sondern über Generatoren in Strom umgewandelt wird. Dieser kann vor Ort genutzt oder in das Netz eingespeist werden.
Wasserenergie an Stauseen nutzen
Die Turbinen sind in gewisser Weise das Herzstück einer Wasserkraftanlage, da hier die eigentliche Energieumwandlung vorgenommen wird. Die Turbinen kommen in sehr unterschiedlichen Ausführungen zum Einsatz. Hierzu gehören etwa Peltonturbinen, Durchströmturbinen und Wasserräder. Allen gemeinsam ist, dass sie durch die kinetische Energie des Wassers in Bewegung gebracht werden und so in Rotationsenergie umgesetzt werden.
Welche Leistung mit einem solchen Kraftwerk erreicht werden kann, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab wie der Fallhöhe des Wasser, der Wassermenge- und dichte sowie vom Wirkungsgrad, der mit der betreffenden Anlage zu erreichen ist. In der Praxis wird dabei von einem Wirkungsgrad von 80 Prozent oder sogar höher ausgegangen. Da es in Deutschland nur geringe Höhengefälle gibt, sind hier eher die Laufkraftwerke anzutreffen, die etwa an Flüssen gebaut werden. Größere Stauseen finden sich eher in Ländern wie China, Brasilien oder Österreich, wo immense Fallhöhen erreicht werden können und Stauseen damit lohnenswert werden. Hier kommen dann die sogenannten Speicherkraftwerke zum Einsatz.
Vor- und Nachteile der Wasserenergie
Als größter Vorteil ist die Tatsache anzusehen, dass die Wasserkraft keine Rohstoffe verbraucht und die Energiegewinnung alleine durch die Wasserbewegung gelingt. Damit können fossile Energieressourcen geschont werden und ein wesentlicher Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden. Als positive Nebeneffekte können die notwendigen Speicherseen auch als Trinkwasserreservate genutzt werden und es wird ein Hochwasserschutz für Unterlieger geboten.
Da für die Nutzung von Wasserkraftwerken Stauseen benötigt werden, ergeben sich einige ökologische Probleme, die es beim Einsatz dieser Technologie zu beachten gilt. So lassen Stauseen CO2 und Methan sowie andere Gase entstehen, die ein hohes Treibhauspotenzial haben und die globale Erwärmung antreiben können. Wie groß diese negativen Auswirkungen auf die Umwelt sein können, hängt von dem Alter des Stausees ab und dessen Bewuchs. Weitere Probleme bestehen in der Verringerung der Fließgeschwindigkeit und der damit einhergehenden geringeren Sauerstoffkonzentration.
Mehr zum Thema Kraftwerke, und alternative Energien finden sich im Internet auf www.sonnenfit.de






