Ein Hauskauf bringt auch Gefahren mit sich
Fast jeder, der eine Mietwohnung sein zu Hause nennt, hat ihn: Den Traum von den wirklich eigenen vier Wänden, in denen kein Vermieter irgendwelche Vorschriften machen kann. Sofern die lokalen Baubehörden ihre Genehmigung erteilen, darf auch ein Umbau nach ganz eigenen Vorstellungen erfolgen.
Beratung ist unersetzlich!
Der klassische Weg führt zuerst zum Berater der Hausbank, der das Vorhaben auf Finanzierbarkeit prüft: Wie hoch ist das regelmäßige Einkommen? Welche Ausgaben stehen dem gegenüber? Außerdem holt der Berater eine Schufa-Auskunft ein, um etwaige laufende Kredite oder andere Verbindlichkeiten in Erfahrung zu bringen. Der vom Bankberater gehobene oder gesenkte Daumen sollte allerdings nicht allein entscheidend sein. Es ist immer gut, noch eine zweite Einschätzung einzuholen. Für diese bieten viele Firmen online oder telefonisch rund um die Uhr kompetente Beratung.
Fast wie an der Börse
So verhält es sich auch beim Immobilienkauf: Beim Aktienhandel rät eine alte Weisheit zum Kauf, “wenn die Kanonen donnern”, also die Preise niedrig sind. Und auch die Immobilienpreise sind, vor allem in vielen ländlichen Regionen, in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich gesunken. Das erlaubt auch jenen den Gedanken an den Hauskauf, die sich eher zu den Geringverdienern zählen. Mancherorts ist ein renovierungsbedürftiger Altbau schon für wenige tausend Euro zu haben. Doch die Chance, ein Eigenheim in ländlicher Idylle erwerben zu können, hat selbstverständlich auch eine Kehrseite. Nicht zu verschweigende Gefahren sind eine oft schlechtere Infrastruktur: Ob Einkaufsmöglichkeiten, Schule oder Arbeitsplatz, die Erreichbarkeit dieser täglichen Notwendigkeiten erfordert Flexibilität, Mobilität und Zeit. Ohne eigenes Auto ist das Leben in so manchem Dorf nahezu unmöglich.
Wer dies jedoch in seine Planung mit einbezieht, dessen Traum kann sich durchaus erfüllen, freilich nicht ohne ausführliche Kalkulation im Vorfeld, um sich nicht in ein allzu riskantes Abenteuer zu stürzen. So steht der gesparten Miete nicht nur die monatliche Kreditrate gegenüber, auch unerwartete Renovierungen können hohe Kosten verursachen, die in die Kalkulation mit einfließen sollten.






