Japanische Schiebewände
Mit dem Einzug der östlichen Feng-Shui Raumgestaltung hielten verschiedene Elemente aus der asiatischen Raumgestaltung ihren Einzug in europäische Wohnräume. Die Japanischen Schiebewände, Shoji-Wände genannt, sind eines dieser Elemente. Sie dienen in der japanischen Architektur der Raumaufteilung und Raumgestaltung. Shoji-Wände sind meist als Schiebewände ein Konstruktionen, welche die herkömmlichen und in Europa gebräuchlichen Schwingtüren ersetzen und somit eine große Raumersparnis liefern.
Shoji-Konstruktion
Japanische Schiebewände bestehen in der Regel aus einem Holzrahmen, beliebt sind hierbei Shoji mit einem aus Bambus gefertigtem Rahmen. Dieser Rahmen umschließt und festigt ein Gitter das ebenfalls aus Holz besteht. Diese Konstruktion wird mit leicht transparentem Papier bespannt. In der traditionellen Herstellung wird dazu washi benutzt, eine besonderer Art Papier die ebenfalls aus Japan stammt. Washi als Begriff beschreibt, der deutschen Übersetzung nach, hierbei ein handwerkliches Verfahren, bei dem aus der Baumrinde des Gampi-Baums Papier hergestellt wird. Heutige Shoji-Wände können aber auch industriell produziert werden und andere Materialien, zum Beispiel Plastik, kommen ebenfalls zum Einsatz.
Shoji-Varianten
Shoji-Wände gibt es in unterschiedlichen Variationen die jeweils in der klassischen japanischen Architektur verankert sind. Die wohl bekanntesten Versionen von japanischen Schiebetüren sind das seitlich verschiebbare Hikishoji, das ebenfalls seitlich verschiebbare Koshidaka-Shoji, welches als Eingangstüre verwendet wird und deshalb einen festen unteren Aufbau besitzt, sowie das Tsuitate, welches frei stehend als Raumaufteilung benutzt wird.
Neben diesen genannten Versionen gibt es auch noch das Yokogarasu-Shoji, eine Schiebewand bei der meist zentral eine horizontale Fensterglasscheibe eingesetzt wird, sowie das Gakubuchi-Shoji, welches ebenfalls eine Fensterglasscheibe enthält die aber wesentlich kleiner gehalten ist.
Das Kake-Shoji ist eine aufhängbare Variation der verschiebbaren Wandkonstruktion. Zusätzlich gibt es noch das Byobu, eine faltbare Shoji-Wand sowie das Yukimi-Shoji, welches ein vertikal verschiebbares Mittelpaneel besitzt.
Diese japanischen Schiebewände bieten eine gute Möglichkeit der komplexen Raumaufteilung und somit eine Alternative zu Betonwänden. Sie sind leicht, durch ihre Naturmaterialien umweltfreundlich und verleihen jedem Raum ein einzigartiges asiatisches Flair.






