Zeit zum Bauen?

von am 4. Juni 2012 in Haus und Garten

Zeit zum Bauen?

Rosige Zeiten für Häuslebauer? Es scheint so, denn in vielen Teilen Deutschlands sind die Grundstückspreise so niedrig wie schon lange nicht mehr. Zum ersten Mal seit dem Jahr 2001 sind auch im bundesdeutschen Durchschnitt die Preise für Baugrund wieder zurückgegangen. Das kommende Jahr verspricht also beste Bedingungen für alle, die den Schritt in die eigenen vier Wände wagen wollen, denn auch die Finanzierungsbedingungen sind günstig.

Bundesdurchschnitt gesunken

Letztendlich ist der Standort entscheidend für die Grundstückspreise, daran wird sich auch 2012 nichts ändern. Und so bleiben die Preise im Bundesland Hamburg immer noch mit Abstand die höchsten in der gesamten Bundesrepublik. Mit beinahe 600 Euro pro Quadratmeter Bauland sind sie mehr als doppelt so hoch wie in Berlin, das auf Platz 2 der teuersten Bundesländer rangiert. Nur knapp hinter der Bundeshauptstadt folgt Bayern, dessen Durchschnitt vor allem durch die Stadt München in die Höhe getrieben wird. Im Landesschnitt sind hier daher immer noch mehr als 200 Euro pro Quadratmeter zu zahlen, auch wenn dies in ländlichen Gegenden nicht der Fall sein dürfte. Besonders günstig ist Bauland in den ostdeutschen Bundesländern. Die Abwanderung junger Bevölkerungsgruppen und die großen ländlichen Regionen sorgen hier dafür, dass der Quadratmeter schon für weniger als 30 Euro zu bekommen ist. Besonders Sachsen-Anhalt ist günstig, aber auch Thüringen, Brandenburg und Sachsen locken mit niedrigen Preisen für Bauland. Generell sind die Grundstücke in attraktiven Großstädten besonders teuer. Dies gilt nicht nur für Hamburg, sondern zum Beispiel auch für Düsseldorf, wo ein Grundstück von 500 Quadratmetern mehr als 400.000 Euro kosten kann. Ähnlich kostspielig sind Heidelberg und Stuttgart. Es lohnt sich also den Markt genau zu beobachten, falls der Bau eines Eigenheims geplant ist, denn häufig lohnt es sich in Randlagen auszuweichen, wo die Preise deutlich niedriger sind. Hilfreich ist in jedem Fall die Konsultation des lokalen Preisspiegels, der eine erste Orientierung bietet.

Mit dem Verkauf warten

Doch nicht nur wenn man plant zu bauen ist dies ratsam. Auch wenn ein Verkauf ansteht, lohnt es sich, die aktuellen Preise zu beobachten. Von preisstabilen Spitzenlagen abgesehen kann es sich auszahlen, die Immobilie noch nicht anzubieten, sondern auf eine Preissteigerung zu warten. Es ist nicht ausgeschlossen, dass diese kommen wird, denn diverse Faktoren spielen hier eine Rolle. Diese müssen nicht immer dem Bundestrend folgen, sondern können lokal auftreten und die Preissituation deutlich verändern. Denn ein Stadtviertel kann sich schnell verändern, zum Beispiel durch Investitionen in die Infrastruktur, wodurch sich ein deutlicher Anstieg des Werts ergeben kann.







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